abraham & co / look at me

abraham & co

Im August/September 2013 fand in der evangelischen Jugendbildungsstätte Berchum/Hagen “abraham & co.”, ein Jugendcamp zum Trialog der abrahamitischen Religionen statt. Es richtete sich an Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren.

In Gesprächskreisen wurde mit jüdischen, muslimischen und christlichen Theologen/Theologinnen an neuen Zugängen zur eigenen Religion sowie zu der der anderen gearbeitet.
Die künstlerische Umsetzung der Ergebnisse der Gesprächskreise erfolgte in Kreativworkshops (Musik, Tanz, Schauspiel, Video und Feuerkunst).

Das Projekt diente dazu, nicht nur theoretische Kenntnisse über die eigene bzw. andere Religion zu erarbeiten, sondern sie direkt in der Praxis anzuwenden. Die Perspektive interreligiösen und koedukativen Lernens bot hierbei den Raum, Toleranz direkt zu erproben. Die gemeinsame Erarbeitung bei sowohl religiöser Sprachfähigkeit als auch den künstlerischen Elementen ermöglichte dabei den Erwerb sozialer Kompetenzen, die im Alltag jeglicher Form von Extremismus vorbeugen können. Dabei stand der gegenseitige Respekt im Vordergrund.

Broschüre „abraham & co“

look at me

Einen Menschen vorurteilsfrei anzuschauen ist der erste Schritt zu einem respektvollen Miteinander. In einer Ausstellung wurde mithilfe einer künstlerischen Umsetzung durch den Fotografen Wolfgang Bellwinkel die Idee von „abraham & co“ vertieft und in öffentlichen Räumen präsentiert.

Unter dem Titel „look at me“ wurden Portraits von 20 Jugendlichen gezeigt, die an dem Projekt „abraham & co“ beteiligt waren. Statt mit Fotografie wurde hierbei mit Video gearbeitet.
Die ca. 30 Sekunden langen Clips, die zu Loops montiert wurden, zeigen jeweils eine Person, frontal vor neutralem Hintergrund, weitgehend regungslos eine andere Person (die sich in der Kameraachse und damit außerhalb des Bildes befindet) betrachtend. Im Gegensatz zu einer eher statischen, fotografischen Umsetzung, sehen wir hier nicht den vom Fotografen ausgewählten und eingefrorenen Augenblick, sondern einen kurzen zeitlichen Ablauf, der kleinste Bewegungen des Gesichtes und somit Andeutungen von Emotionen erkennen lässt.

Jedes Portrait erhielt einen separaten Monitor.

Die Ausstellung wurde unter anderem im domforum (Köln), dem Kathedralforum St.Hedwig (Berlin) sowie der Kreuzkirche (Dresden) gezeigt.

Perspektiven 2016 – Jahrbuch des Mallinckrodt-Gymnasiums Dortmund

abraham & co” und „look at me“ wurden vom Bundesministerium des Innern, der Mahle Stiftung sowie dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW gefördert.

Fotos: Wolfgang Bellwinkel